Schulprogramm        
          
           
           
  4. GEPLANTE SCHWERPUNKTMASSNAHME


Neben den bereits beschriebenen laufenden Maßnahmen haben wir auf einer Konferenz den Computereinsatz im Unterricht zum Schwerpunkt unseres Schulprogramms gewählt.


4.1 Begründung

Folgende Gründe haben uns bewogen, den Einsatz von Computern im Unterricht zum Schwerpunkt unseres Schulprogramms zu machen:

· Computer sind schon heute in allen Arbeitsfeldern, auf jedem Niveau einer beruflichen Tätigkeit von Bedeutung. Es gibt keine computerfreien Schonräume mehr. Die Willi-Kraft-Schule muss ihre Schülerinnen auf diese Veränderungen in der Berufswelt vorbereiten, damit die Schulabgänger nicht noch zusätzliche Probleme im Freizeit- und Berufsleben haben. Daher ist die Vermittlung von fundierten EDV-Kenntnissen unerlässlich.

· Lernen mit dem Computer ist eine Kulturtechnik, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.

· Gute Lernprogramme
- eignen sich in hervorragendem Maße zur Motivierung lernunwilliger Schüler, da sie Erfolg garantieren.
- ermöglichen Individualisierung im Arbeitstempo und im Schwierigkeitsgrad.
- erleichtern die Strukturierung von Lernprozessen bei Schülern mit Teilleistungs- und Wahrnehmungsstörungen.
- sind "geduldig" und nehmen die Angst vor Fehlern.
- nutzen mehrere Wahrnehmungskanäle durch Multimediaprogramme und unterstützen dadurch die verschiedenen Lerntypen.
- sind interaktiv und handlungsorientiert und vermitteln dadurch lernmüden Schülern Spaß am Lernen.


4.2 Technische Ausstattung der Willi-Kraft-Schule

Wir haben an unserer Schule seit sieben Jahren einen Fachraum mit acht Computern, in dem Klassen der Unter- und Oberstufe in Kleingruppen Unterricht in Informationstechnischer Bildung und computergestützten Förderunterricht erhalten. Dazu kommen noch 12 ältere Rechner in einzelnen Klassen.

Im Schuljahr 1999/2000 haben Schüler und Kollegen der G 18 im Rahmen eines Projekts diese acht Rechner miteinander vernetzt, sodass demnächst von allen Rechnern aus der Zugang zum Internet möglich ist. Das Netz befindet sich noch in der Erprobung, zur Zeit laufen noch nicht alle Programme.

Darüber hinaus werden im Frühjahr 2000 alle Klassenräume mit drei bis vier älteren, von der Gewerbeschule gespendeten, Computern versehen, die ebenfalls als Projekt von Schülern der G 18 technisch aufgerüstet werden. Bis Ende des Jahres soll ein Intranet innerhalb der Schule aufgebaut und diese Rechner mit dem Server des Computerraums vernetzt werden. Wir hoffen, auf diese Weise auch technisch aufwendigere Programme auf den alten Computern laufen zu lassen.

Da wiederholt in die W-K-S eingebrochen wurde, halten wir aus Gründen der Sicherheit zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Ausstattung der Klassenräume mit neuen Multimediageräten für nicht sinnvoll.


4.3 Didaktisch-methodisches Konzept

4.3.1 Vermittlung von Medienkompetenz in der Unterstufe:

Zur Zeit erhalten alle Klassen der 1. bis 6. Jahrgangsstufe computergestützten Förderunterricht in Gruppen von halber Klassenstärke im Umfang von ein bis zwei Wochenstunden. Nach unserer Erfahrung brauchen Förderschüler sehr viel Übung und Anleitung, bis sie mit den für Regelschülern konzipierten Lernprogrammen selbständig umgehen können. Ein großer Teil der Förderschüler hat zudem außerhalb der Schule keinen Zugang zu einem PC. Es hat sich deshalb als sinnvoll erwiesen, im Rahmen eines Fachunterrichtes die Schüler im Umgang mit dem PC zu trainieren und sie in kleinen Schritten mit den Lernprogrammen vertraut zu machen. Die im Fachunterricht erworbenen Kenntnisse befähigen sie dann zum selbständigen Arbeiten am Computer im Klassenzimmer.

4.2.2 Vermittlung von Medienkompetenz in der Oberstufe

In der Oberstufe wird ITB als selbständiges Fach hauptsächlich von Fachlehrern im Fachraum erteilt. Der Computer selbst ist Unterrichtsgegenstand. Die Schüler sollen "dabei eigene Erfahrungen mit einfachen informationstechnischen Elementen sammeln und ihren Zweck erkennen lernen... Dabei erwerben sie praktische Fähigkeiten... und sollen möglichst selbständig... Aufgaben und Probleme lösen, Aufträge erledigen und Produkte erstellen."(s. Richtlinien für die Informationstechnische Grundbildung, 1994). Hieraus ergibt sich der Bezug zu anderen Unterrichtsfächern, z. B. zu Kunst im Bereich Gestaltung/Grafik oder zu Deutsch im Bereich Textverarbeitung. Als weiterer Schwerpunkt wird eine projektorientierte Einführung ins Internet und eine kritische Auseinandersetzung mit seinen Möglichkeiten und Risiken geplant.

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zu Kapitel 3.
zu Kapitel 5. Schlussgedanke