Schulprogramm        
          
           
           
  3. LAUFENDE MASSNAHMEN UND IHRE PERSPEKTIVEN


3.1 Mittagstisch und unterrichtsergänzende Angebote

Einmal pro Woche nach der 5. Unterrichtsstunde, ab 12.40 Uhr, können die Schülerinnen ein warmes Mittagessen erhalten. Dieses Essen wird von einer 8. Klasse im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts vorbereitet. Weil unsere Oberstufenklassen mit der Zubereitung des Mittagessens an mehreren Tagen überfordert sind, bemühen wir uns um Kooperationspartner, die ein qualitativ gutes und preisgünstiges Angebot liefern könnten.

Die Zusatzangebote umfassen zur Zeit drei Fußballgruppen, (eine Mädchen-, zwei Jungengruppe/n), einen Kurs Popmusik, einen Chor, eine Basketballgruppe, eine Tischtennisgruppe, eine Segelgruppe, eine Free-Climbing-Gruppe, Inline-Skating- und Kanugruppen, eine Kunst- und eine Tanzgruppe speziell für Mädchen.

Der Mittagstisch und offene Freizeitangebote sollten auf weitere Tage und Klassenstufen ausgeweitet werden. Für die angestrebte fest institutionalisierte Form eines Nachmittagsangebots an drei Tagen, sind eine Ausweitung des Stellenplans und die Schaffung räumlicher Voraussetzungen unerlässlich. Zusätzlich benötigt die Schule unbedingt für sozialpädagogische Aufgabenfelder am Nachmittag und Vormittag eine Sozialpädagogin.

Ein weiterer Bestandteil unserer Arbeit sind auch reisepädagogische Aktivitäten. Diese werden in Form von Fahrrad- und Kanutouren, Ski- und Kletterreisen, themenbezogenen Schulfahrten, Inline-Ausflügen u.ä. durchgeführt. Solche Erlebnisse bilden günstige Rahmenbedingungen für viele Zielsetzungen vor allem im sozialen Bereich. Die Schülerinnen können ihre Fähigkeiten und Kräfte sinnvoll einsetzen und erfahren die eigenen Grenzen. Einige Reise- und erlebnispädagogische Unternehmungen werden in Zusammenarbeit mit anderen Schulen durchgeführt. Die hierbei angebahnten sozialen Erfahrungen überdauern oftmals die eigentliche Aktivität. Unser Schulverein "Elbinsel e.V." beteiligt sich an der Finanzierung der o.g. Aktivitäten.


3.2 Musische Aktivitäten

Im Kunstunterricht (Bildnerisches Gestalten) erfahren unsere Schüler besondere Möglichkeiten, in entspannter Atmosphäre und unter weitgehend offener Aufgabenstellung kreativ zu sein, ihrem Ausdruckswillen Gestalt zu geben. Wertschätzung erleben sie durch die Ausstellung von Schülerarbeiten im Verwaltungsgebäude, das Schmücken der Schulräume zu den Feiern und Festen sowie die Teilnahme an Malwettbewerben. So nehmen Schüler der 7. bis 9. Klassen seit vielen Jahren erfolgreich am Plakatwettbewerb der Hamburger Polizeiverkehrslehrer teil und tragen überdies den Namen ihrer Schule über die Stadtteilgrenze und Schulart hinaus in die Öffentlichkeit.

Musik soll im therapeutischen Sinne als nonverbales Medium einen Zugang zur Persönlichkeit des Kindes öffnen. Gleichzeitig soll dem Kind Gelegenheit gegeben werden, sich angstfrei und kreativ zu äußern. Musik soll darüber hinaus als vielfältige kulturelle Kraft erlebt und ausgeübt werden. Unsere öffentlichen Musikveranstaltungen die mehrfach im Schuljahr zu oft jahreszeitlich bestimmten Themen stattfinden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Unser Schulchor (bis Kl. 5) und andere Musikformationen verlassen häufig den Rahmen der Schule, treten bei Veranstaltungen auf und beteiligen sich an Wettbewerben. Verschiedene Klassen und Gruppen produzierten eine Musik-CD, eine zweite ist in Vorbereitung. Bei Wettbewerben der Polizeiverkehrslehrer konnte unsere Schule verschiedene Preise gewinnen.

Neben der umfangreichen und intensiven musik- und kunstpädagogischen Arbeit an unserer Schule wollen wir Darstellendes Spiel und Videoarbeit in den nächsten Jahren ausbauen. Die bedeutsamen Möglichkeiten wollen wir in Zukunft mehr ausschöpfen.


3.3 Einbindung in die Stadtteilarbeit

In Zusammenhang einer konkreten Verbesserung der Lebens- und Freizeitsituation unserer Schülerinnen streben wir eine enge Kooperation mit dem Haus der Jugend, umliegenden Kindertagesstätten, Kirchengemeinden, Vereinen, Bürgerinitiativen u.a. an. Als Beispiel für gelungene Kooperation im Stadtteil ist z.B. die Zusammenarbeit mit dem "Elternkreis für Schul-, Freizeit- und Berufsförderung e.V." (Segelunterricht), sowie mit dem Beschäftigungsträger GATE zu nennen (Pausenfrühstück). Sobald es unsere räumliche Situation zulässt, wollen wir diese Zusammenarbeit wieder aufnehmen.

Mit der in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Elternschule Wilhelmsburg (Zeidlerstr.75) begann im Schuljahr 1998/99 eine engere Kooperation. Wir bieten Veranstaltungen für Eltern an, die sich über die Förderschule informieren möchten. Außerdem wird ein Kurs für Eltern mit einer Einführung in den Umgang mit dem Computer, wie auch dessen Nutzung als Fördermedium im häuslichen Bereich (Kennenlernen und Handhabung entsprechender Programme) durchgeführt. Über eine Beratung bei Schulschwierigkeiten und -versagen in Zusammenarbeit mit der Elternschule sind wir im Gespräch.

Der Vernetzung schulischer Aktivitäten, dem Erfahrungsaustausch und der kooperativen Durchführung gemeinsamer Vorhaben im Stadtteil dient das regelmäßige Treffen von Schulleitungen aller Schulen in Wilhelmsburg, an dessen Entstehen die Willi-Kraft-Schule maßgeblich mitgewirkt hat.

Eine wünschenswerte Maßnahme zur Verbesserung der Freizeitsituation am Nachmittag (bis 16.00 Uhr), wäre die Öffnung unseres Schulhofs als Spielfläche für Kinder der Nachbarschaft. Für die Umsetzung dieses Schrittes ist eine pädagogische Aufsichtskraft erforderlich (s.S.10).

Wir informieren uns über die aktuelle Entwicklung im Stadtteil und beteiligen uns an Initiativen und Aktivitäten zur Verbesserung der Situation in Wilhelmsburg und auf der Veddel.


3.4 Anbahnung von Umweltbewusstsein

Zur Zukunftsorientierung unserer Arbeit gehört unbedingt die Berücksichtigung der vielfältigen Gefährdungen der natürlichen Lebensgrundlagen. Dieses wollen wir in Zukunft mehr im Blick haben. Wir wollen ein ökologisches Denken und Handeln zum Unterrichtsprinzip machen. Wir nehmen uns vor insbesondere die Themen Müll, Energie, Wasser und Verkehr in allen Klassenstufen lerngruppenangemessen und problemorientiert zu behandeln. Hierfür wird eine multimediale Materialsammlung angelegt, die allen Lehrerinnen zur Verfügung steht.


zu Kapitel 2.
zu Kapitel 4. Geplante Schwerpunktmassnahme